In der Ergotherapie mit Kindern steht die spielerische Verbesserung von Motorik und Wahrnehmung, sowie das Erlangen von sozialen Kompetenzen im Vordergrund. Übergeordnetes Ziel ist die Selbstständigkeit im Alltag. Beispielsweise, dass das Kind Lernziele in der Schule bewältigen oder seine Schuhe selbst zubinden kann.
Wann ist eine ergotherapeutische Abklärung sinnvoll?
- Wenn das Kind über einen längeren Zeitraum hinweg Schwierigkeiten in der Bewältigung seines Alltags, beim Spielen oder Lernen, hat.
- Wenn das Kind in Familie, Kindergarten oder Schule emotionale oder soziale Verhaltensauffälligkeiten zeigt.
- Wenn sich Kind und Eltern durch die Anforderungen des Alltags überfordert fühlen und anhaltende Spannungen die Eltern-Kind Beziehung und das Familienleben belasten.
Ablauf
Zuerst findet ein Erstgespräch mit Mutter und/oder Vater statt.
Die diagnostische Abklärung erfolgt spielerisch. Dabei werden die motorischen, sensorischen, kognitiven und emotionalen Fähigkeiten evaluiert. Ich schaue, wo die Schwierigkeiten und Stärken des Kindes liegen.
Anschließend werden die Ziele der Therapie festgelegt.
Der Behandlungszyklus umfasst mehrere Einheiten und endet mit einer gemeinsamen Evaluation.
Die Methoden nach denen ich arbeite, sind unter anderem:
- Geführte Interaktion nach Hans Sonderegger
- Reflexintegration (i.A.)
- Ansätze aus der Sensorische Integrationstherapie nach J. Ayres
- CranioSacral Therapie nach Dr. J. Upledger
Ziele der Ergotherapie:
- Verbesserung der Fein- und Grobmotorik,
- Verbesserung von Koordination, Kraftdosierung und Bewegungsabläufen (z.B. Graphomotorik).
- Förderung des Lernens durch Verbesserung von Aufmerksamkeit, Ausdauer, Planungs- und Strukturierungsfähigkeit.
- Förderung der Körperwahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung.
- Förderung der sozio-emotionalen Entwicklung, wie beispielsweise die Förderung von Selbstbewusstsein, Frustrationstoleranz, Teamfähigkeit und Gefühlsregulation.
Mögliche Diagnosen sind:
- ADHS
- Entwicklungsstörungen der Motorik (Dyspraxie und Dysgraphie)
- Störungen der Wahrnehmungsverarbeitung (visuell-räumliche Störungen)
- Autismus-Spektrum Störungen
- Sozio-emotionale Verhaltensauffälligkeiten
- Teilleistungsstörungen (Lese-Rechtschreibschwäche, Dyskalkulie)
- Zerebralparese
- Störungen der exekutiven Funktionen (Planung, Organisation)
Grundlegend für das Gelingen der Therapie ist die Zusammenarbeit mit den Eltern und anderen Berufsgruppen, wie ÄrztInnen, PsychologInnen und LogopädInnen. Auch wird mit Schule und Kindergarten und ggf. dem Sozial- und Gesundheitssprengl zusammen gearbeitet.